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Hundstage in Österreich — Thermometer zeigt 35 Grad über der Wiener Skyline

Hundstage in Österreich 2026: Prognose, Fakten und was Sie zur Hitze wissen müssen

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Hundstage in Österreich 2026: Prognose, Fakten und was Sie zur Hitze wissen müssen Hundstage in Österreich 2026 vom 23. Juli bis 23. August: Die Prognosen der Meteorologen, was die Hundstage bedeuten und wie Sie die heisseste Zeit gesund überstehen. Topics: Nachrichten, Freizeit & Kultur.

Am 23. Juli beginnen die Hundstage – traditionell die heisseste Zeit des Jahres. Nach einer extremen Hitzewelle im Juni 2026 mit Rekordtemperaturen bis 40°C fragen sich viele: Wird es jetzt noch heisser? Die Meteorologen geben eine überraschend differenzierte Antwort. Dieser Artikel zeigt, was die Hundstage in Österreich genau sind, welche Prognosen aktuell vorliegen und wie Sie die heissesten Wochen des Sommers gesund überstehen.

Was sind die Hundstage? Definition und Zeitraum

Die Hundstage bezeichnen den Zeitraum vom 23. Juli bis zum 23. August und gelten meteorologisch als die wärmste Phase des Jahres. Der Begriff hat nichts mit hechelnden Hunden zu tun, sondern stammt aus der Astronomie: Er leitet sich vom Sternbild «Grosser Hund» (Canis Major) und seinem hellsten Stern Sirius ab, dem sogenannten Hundsstern. Wie die GeoSphere Austria erklärt, fiel der Zeitpunkt des heliakischen Aufgangs von Sirius in der Antike genau mit der grössten Sommerhitze zusammen – daher der Name.

Obwohl sich der Aufgang von Sirius durch die Präzession der Erdachse inzwischen auf Ende August verschoben hat, hält die Tradition an den Daten fest. Meteorologisch gesehen erreichen die Temperaturen in Österreich statistisch zwischen Ende Juli und Mitte August ihren Jahreshöchststand. Das liegt nicht an der Sonneneinstrahlung (die ist zur Sommersonnenwende am 21. Juni am stärksten), sondern daran, dass sich Böden und Gewässer mit Verzögerung aufheizen und die Wärme erst Wochen später an die Atmosphäre abgeben.

Die Prognose für die Hundstage 2026 in Österreich

Kommt die nächste grosse Hitzewelle? Die Antwort der Meteorologen ist derzeit: vielleicht, aber nicht mit letzter Sicherheit. Wie der Kronen Zeitung berichtet, zeichnet sich in den Modellen eine allmähliche Erwärmung ab, aber eine Rekordhitze wie im Juni sei nach aktuellem Stand unwahrscheinlich.

UBIMET-Meteorologe Josef Lukas erklärt, dass im Alpenraum während der Hundstage tatsächlich die heisseste Phase des Jahres liegt. Der österreichweite Allzeit-Temperaturrekord von 40,5°C in Bad Deutsch-Altenburg (August 2013) fällt beispielsweise in diesen Zeitraum. Heuer sei die Ausgangslage jedoch anders: Die extreme Juni-Hitzewelle hat bereits enorme Energie entladen, und die Grosswetterlage zeigt sich wechselhafter.

«Die Spannweite der Modelllösungen ist einfach noch zu gross», zitiert die Krone den Meteorologen Wölflingseder. Während die erste Woche der Hundstage 2026 mit einem Frontdurchgang kühler startet – mit Höchstwerten zwischen 22 und 27 Grad –, steigt die Unsicherheit ab Ende Juli deutlich.

Die Modelle zeigen zwar eine allmähliche Erwärmung gegen Ende Juli, aber auf welches Niveau, ist noch völlig offen. Eine Rekordhitze wie im Juni ist nach aktuellem Stand unwahrscheinlich – unter Vorbehalt der dynamischen Prognoselage.

— Manuel Wölflingseder, Meteorologe

Warum die Hundstage die heisseste Zeit des Jahres sind

Die Hundstage sind keine meteorologische Singularität wie die Eisheiligen oder die Schafskälte, sondern beruhen auf einem astronomischen Effekt. Doch statistisch gesehen fallen in diese Periode tatsächlich die höchsten Temperaturen. Die Atmosphäre hat bis Ende Juli genügend Zeit, sich vollständig aufzuheizen, während die Sonneneinstrahlung zwar bereits abnimmt, die Wärmespeicherung in Böden und Gebäuden ihren Höhepunkt jedoch erst im August erreicht.

Laut dem 100-jährigen Kalender, einer traditionellen Bauernregel-Sammlung, sollen die Hundstage 2026 zweigeteilt verlaufen: Ende Juli und Anfang August mit echten Hitzespitzen, gefolgt von einer unbeständigeren Phase im weiteren Augustverlauf. Wie Heute.at anmerkt, sind solche Prognosen zwar wissenschaftlich nicht belastbar, spiegeln aber eine gewisse statistische Wahrscheinlichkeit wider.

Was der 100-jährige Kalender für 2026 vorhersagt

Der 100-jährige Kalender sagt für die Hundstage 2026 eine insgesamt heisse Sommerphase voraus. Die traditionelle Vorhersage basiert auf jahrhundertealten Beobachtungen und Mondphasen – wissenschaftlich ist sie nicht haltbar, aber kulturell interessant. Danach soll es Ende Juli richtig heiss werden, während der August eher wechselhaft und gewittrig ausfällt. Wer den Sommerurlaub plant, sollte dem Kalender nach die letzte Juliwoche und den direkten Augustbeginn für Badewetter nützen.

Meteorologen raten jedoch, solchen Langzeitprognosen mit Vorsicht zu begegnen. Verlässliche Vorhersagen sind nur für die nächsten 7 bis 10 Tage möglich. Der Deutsche Wetterdienst beziffert die Wahrscheinlichkeit für einen zu warmen Sommer 2026 auf 81 Prozent – allerdings mit regelmässigen Unterbrechungen durch Gewitter und kühlere Phasen.

Hundstage Österreich — Wetterkarte mit Hochdruckgebiet über dem Alpenraum

Hundstage Österreich — Hitzeschutz-Tipps: genügend trinken, Schatten suchen

Gesundheitsrisiken während der Hundstage und Hitzeschutz

Der Nationale Hitzeschutzplan Österreich des Sozialministeriums definiert vier Hitzewarnstufen: Grün (keine Belastung) über Gelb (ab gefühlten 30°C) und Orange (ab 35°C) bis Rot (ab 40°C). Die Hundstage fallen statistisch in die Zeit, in der am häufigsten die Warnstufen Orange und Rot aktiviert werden.

Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere und Personen mit Vorerkrankungen. Typische Hitzebeschwerden sind Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schlafstörungen. Der menschliche Organismus wird durch extreme Hitze massiv belastet: Laut einer Studie starben im Sommer 2024 rund 62.700 Menschen in 32 europäischen Ländern an den Folgen von Hitze.

Praktische Tipps für die Hundstage:

  • Viel trinken: Mindestens 2 bis 3 Liter Wasser oder ungesüsster Tee pro Tag
  • Wohnung kühl halten: Fenster nur nachts und morgens öffnen, tagsüber verdunkeln
  • Mittagshitze meiden: Zwischen 11 und 16 Uhr direkte Sonne vermeiden
  • Leichte Kost: Viel Obst und Gemüse, wenig fettige Speisen
  • Kühlung suchen: Öffentliche Cooling Places in Wien und anderen Städten nutzen
  • Nachbarn checken: Bei älteren oder kranken Menschen regelmässig nach dem Befinden fragen

Der astronomische Hintergrund: Sirius und der Grosse Hund

Die Hundstage haben einen faszinierenden astronomischen Ursprung. Bereits die alten Ägypter beobachteten vor rund 4.000 Jahren, dass der Sirius – der hellste Stern am Nachthimmel – Ende Juli erstmals wieder kurz vor Sonnenaufgang sichtbar wurde. Dieses Ereignis kündigte das jährliche Nilhochwasser an, das für die Landwirtschaft lebenswichtig war. Die Griechen glaubten, das Licht des Sirius verstärke die Sonnenstrahlung und verursache die extreme Hitze.

Die Römer übernahmen den Begriff als «dies caniculares» (Tage des Hundssterns) und betrachteten sie als gefährliche Zeit: «Das Meer kochte, der Wein wurde sauer und die Menschen wurden krank», beschrieb ein römischer Gelehrter die Zeit. Wie die UBIMET erklärt, ist der astronomische Effekt inzwischen durch die Präzession der Erdachse um etwa vier Wochen nach hinten verschoben – der Sirius erscheint heute erst Ende August am Morgenhimmel und läutet damit den Frühherbst ein.

In vielen Sprachen hat sich der Begriff dennoch erhalten: Italienisch «la canicola», Französisch «la canicule», Englisch «dog days» und sogar das russische Wort «kanikuly» (каникулы) für «Ferien» leitet sich vom lateinischen «dies caniculares» ab.

Wie sich die Hundstage von der Juni-Hitzewelle unterscheiden

Die extreme Hitzewelle im Juni 2026 war ein aussergewöhnliches Ereignis: 14 Tage in Folge Temperaturen über 30°C, in Wien ein Rekord von 39,7°C und an 157 von 277 Messstationen neue Rekordwerte. Ein solcher Heat-Dome, wie die GeoSphere Austria berichtete, ist jedoch nicht typisch für die Hundstage. Wie bereits auf how2austria.com zur extremen Hitze in Österreich berichtet, waren die Juni-Rekorde historisch einmalig.

Die Hundstage hingegen folgen meist einem anderen Muster: Sie bringen beständige Hochdrucklagen, aber seltener extreme Spitzenwerte. Wie die GeoSphere Austria in ihrer Juni-Klimabilanz feststellt, war die Rekordhitze im Juni auf eine ganz spezifische Wetterkonstellation zurückzuführen, die sich nicht einfach wiederholt. Auch die Infrastrukturprobleme der ÖBB durch Hitze zeigen, dass bereits Temperaturen um 35°C erhebliche Auswirkungen haben.

Häufig gestellte Fragen

Wann sind die Hundstage 2026?

Die Hundstage dauern vom 23. Juli bis zum 23. August 2026. Traditionell gelten diese vier Wochen als die heisseste Zeit des Jahres in Mitteleuropa.

Wird es zu den Hundstagen 2026 eine Hitzewelle geben?

Nach aktuellen Prognosen ist eine extreme Hitzewelle wie im Juni 2026 unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Die Temperaturen werden voraussichtlich sommerlich warm mit Höchstwerten um 30°C, unterbrochen von gewittrigen Phasen. Verlässliche Prognosen sind erst wenige Tage im Voraus möglich.

Warum heissen die Hundstage so?

Der Name kommt vom Sternbild «Grosser Hund» (Canis Major) und seinem hellsten Stern Sirius (Hundsstern). In der Antike fiel der Aufgang des Sirius mit der grössten Sommerhitze zusammen. Mit Hunden im tierischen Sinne haben die Hundstage nichts zu tun.

Was tun gegen die Hitze während der Hundstage?

Der Nationale Hitzeschutzplan Österreich empfiehlt: viel trinken (2–3 Liter täglich), Wohnung kühl halten, Mittagshitze meiden, leichte Kost bevorzugen und Kühlungsmöglichkeiten wie öffentliche Cooling Places nutzen.

Fazit: Gelassen durch die Hundstage

Die Hundstage 2026 in Österreich beginnen am 23. Juli – mit einer gemischten Prognose: Keine zweite extreme Hitzewelle wie im Juni, aber durchaus sommerliche Temperaturen, die phasenweise an die 35°C heranreichen können. Entscheidend ist die Flexibilität: Wechselhaftes Wetter mit Gewittern und kühleren Phasen wechselt sich mit warmen Hochdrucklagen ab. Die beste Strategie: Den Wetterbericht im Auge behalten, die heissen Stunden meiden und die sommerlichen Tage geniessen – mit ausreichend Sonnenschutz und Flüssigkeit. Bleiben Sie gesund und geniessen Sie den Sommer!

Lesen Sie auch unsere Artikel zur extremen Hitze in Österreich im Juli 2026 und wie die Hitze die Bahn-Infrastruktur belastet.

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