BMW erhöht Produktion von Elektromotoren in Steyr
BMW erhöht Produktion von Elektromotoren in Steyr BMW startet zweite Produktionslinie für Gen6-Elektromotoren im Werk Steyr. Erfahren Sie, wie der Standort Oberösterreich zum Zentrum der E-Mobilität wird und 100.000+ E-Antriebe 2026 produziert. Topics: Nachrichten, Technologie.
BMW Group hat eine zweite Fertigungslinie für Elektromotoren im Werk Steyr (Oberösterreich) in Betrieb genommen — dem größten Motorenwerk des Konzerns weltweit. Im Jahr 2025 wurden hier erst 8.500 E-Motoren produziert, für 2026 sind über 100.000 Stück geplant — eine Verzwölffachung der Produktion. Wie der Standort Steyr zum Herzen der Neue-Klasse-Elektrostrategie wird.
Zweite Produktionslinie für E-Antriebe angelaufen
Im April 2026 ging die zweite Fertigungslinie für Gen6-E-Antriebe im Werk Steyr offiziell in Serie. Die erste Linie startete im August 2025, und innerhalb von nur neun Monaten konnte BMW die Kapazität verdoppeln. Die Produktion steigt von 8.500 E-Motoren im Jahr 2025 auf über 100.000 im Jahr 2026 — eine Steigerung um mehr als das Zwölffache.
„Wir freuen uns über die Beliebtheit unserer neuen vollelektrischen Modelle der Neuen Klasse. Der BMW iX3 ist bereits das meistbestellte BMW-Elektromodell in Österreich. Auch der kürzlich vorgestellte BMW i3 erhält starken Zuspruch”, sagte Harald Gottsche, Werksleiter am Standort Steyr. „Mit dem Anlauf der zweiten Fertigungslinie werden wir unsere Fahrzeugwerke in Debrecen und München noch besser mit den Motoren für diese Modelle versorgen.”
Wie electrive.com berichtet, ist der Grund für den Ausbau die hohe Nachfrage nach dem iX3 — das Werk in Debrecen arbeitet bereits im Zweischichtbetrieb.

Gen6-Elektromotor — die Technologie der Neuen Klasse
Die sechste Generation des BMW eDrive (Gen6) basiert auf der SSM-Technologie (fremderregte Synchronmaschine). Anders als bei Permanentmagnet-Motoren erzeugt der Rotor sein Magnetfeld über eine mit Gleichstrom gespeiste Wicklung. Das macht den Motor unabhängig von Seltenen Erden und senkt die Produktionskosten.
BMW hat den SSM-Antrieb für die neue 800-Volt-Architektur der Neuen Klasse optimiert. Laut BMW-Pressemitteilung sind die wichtigsten Verbesserungen gegenüber Gen5:
- 40 % weniger Energieverluste
- 20 % geringere Kosten
- 10 % Gewichtsreduktion
- Rund 20 % höhere Gesamteffizienz des Fahrzeugs
Im Leistungselektronik-Modul kommen SiC-Halbleiter (Siliziumkarbid) zum Einsatz, die den Wirkungsgrad des Wechselrichters weiter steigern. Die Reichweite des BMW iX3 beträgt im WLTP-Zyklus bis zu 800 km — ein Ergebnis der hohen Effizienz des neuen E-Antriebs.
Milliardeninvestition sichert Arbeitsplätze in Oberösterreich
Zwischen 2022 und 2030 investiert BMW über eine Milliarde Euro in den Ausbau der E-Antriebs-Entwicklung und -Produktion am Standort Steyr. Das Werk, das seit mehr als 40 Jahren Verbrennungsmotoren für BMW und MINI fertigt, produziert nun parallel auch elektrische Antriebe.
„Technologieoffenheit ist unsere Stärke — sie gibt uns die nötige Flexibilität, um langfristig Arbeitsplätze zu sichern”, betonte Klaus von Moltke, SVP der Motorenproduktion der BMW AG.
Rund 1.000 Mitarbeiter sind bereits in der neuen E-Motorenmontage beschäftigt. Je nach globaler Nachfrage könnte bis 2030 die Hälfte der 4.700 Beschäftigten am Standort Steyr im Bereich E-Mobilität tätig sein. Dies berichtet der BMW Group PressClub Austria.
Steyr wird das Herz unserer Antriebskompetenz bleiben — sowohl für Verbrennungsmotoren als auch für Elektromobilität.
— Klaus von Moltke, SVP Motorenproduktion, BMW AG
Welche Modelle erhalten die E-Motoren aus Steyr?
Die Elektromotoren aus Steyr werden an die BMW-Montagewerke in Debrecen (Ungarn) und München (Deutschland) geliefert und kommen in folgenden Modellen der Neuen Klasse zum Einsatz:

- BMW iX3 — das erste Neue-Klasse-Modell. Produktionsstart im März 2026 in Debrecen. Erhältlich als iX3 40 (Einmotor) und iX3 50 xDrive (Zweimotor, Allrad).
- BMW i3 — Limousine, Serienproduktion startet im August 2026 in München.
- BMW i3 Touring — Kombi, Fertigung in München voraussichtlich ab Mitte 2027.
- BMW iX4 — Coupé-SUV (inoffizieller Name), wird voraussichtlich in Debrecen montiert.
Auswirkungen auf den österreichischen Arbeitsmarkt
Das BMW-Werk in Steyr ist einer der größten industriellen Arbeitgeber Oberösterreichs. Der Wandel zur Elektromobilität schafft nicht nur neue Arbeitsplätze, sondern sichert auch bestehende. Bereits jetzt sind 1.000 Mitarbeiter direkt in der E-Antriebs-Montage beschäftigt, viele weitere in der Zulieferkette und Logistik.
Für Fachkräfte, die Arbeit in Österreich suchen, bietet der Industrie- und Technologiesektor in Oberösterreich zunehmend attraktive Möglichkeiten — insbesondere in der Fertigungstechnik, Elektrotechnik und Fahrzeugentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Wann begann BMW mit der Produktion von Elektromotoren in Steyr?
Die erste Gen6-Linie startete im August 2025, die zweite Linie folgte im April 2026.
Wie viele Elektromotoren produziert BMW in Steyr?
8.500 Einheiten im Jahr 2025. Das Ziel für 2026 liegt bei über 100.000 — eine Verzwölffachung.
Welche Autos nutzen die E-Motoren aus Steyr?
BMW iX3, i3, i3 Touring und iX4 — alle Modelle der Neuen Klasse.
Wie viele Menschen arbeiten im BMW Werk Steyr?
Rund 4.700. Davon sind 1.000 bereits in der E-Antriebs-Produktion tätig.
Produziert das Werk weiterhin Benzin- und Dieselmotoren?
Ja. Das Werk setzt auf Technologieoffenheit und produziert Verbrennungs- und Elektroantriebe parallel.
Ausblick: Steyr als Kompetenzzentrum für E-Mobilität
Die zweite Produktionslinie in Steyr ist mehr als eine Kapazitätserweiterung — sie ist ein Bekenntnis zum Standort Österreich. BMW macht Steyr zu einem globalen Kompetenzzentrum für elektrische Antriebe. Bis 2030 könnte bis zur Hälfte der Belegschaft im Bereich E-Mobilität arbeiten.
Für Österreich bedeutet dies eine Stärkung des Technologiestandorts. Für die Leser von how2austria.com zeigt sich: Der österreichische Arbeitsmarkt transformiert sich aktiv und schafft neue Chancen für qualifizierte Fachkräfte.
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