Kieser Training Krankenkasse: Zahlt die Kasse das Krafttraining? Zahlt die Krankenkasse Kieser Training? Wir erklären, was die ÖGK bei Physiotherapie und medizinischer Trainingstherapie übernimmt – mit Kostenbeispielen. Topics: Alltag, Gesundheit, Freizeit & Kultur.
Übernimmt die Krankenkasse ein Training bei Kieser? Das fragen sich viele Versicherte, die mit Rückenschmerzen oder Muskelschwäche kämpfen. Die kurze Antwort: Ein normales Fitnessstudio-Abo zahlt die gesetzliche Krankenversicherung in Österreich nicht. Bei ärztlich verordneter Physiotherapie und medizinischer Trainingstherapie sieht das anders aus – hier beteiligt sich die ÖGK.
In diesem Artikel erfahren Sie, was die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) bei Kieser Training und anderen Krafttrainings-Anbietern tatsächlich übernimmt, wie hoch die Erstattung bei Wahltherapeuten ausfällt und welche privaten Zusatzversicherungen Training bezuschussen. Außerdem zeigen wir konkrete Preise und einen Schritt-für-Schritt-Plan für den Antrag. Die Informationen basieren auf den offiziellen Leistungsbeschreibungen der ÖGK, den Tarifen von Physio Austria und aktuellen Kooperationsangeboten der Versicherer.

Kurzantwort: Übernimmt die Krankenkasse Kieser Training?
Nein, die gesetzliche Krankenkasse zahlt die Mitgliedschaft bei Kieser Training nicht. Ein Studio-Abo gilt als Eigeninitiative zur Gesundheitsvorsorge und ist keine Kassenleistung. Das bestätigt auch die Praxis in Deutschland: Wie die Techniker Krankenkasse erklärt, erfüllt ein Training an Geräten nicht die Voraussetzungen für eine Kostenbeteiligung.
Was die Krankenkasse aber übernimmt, ist ärztlich verordnete Physiotherapie – auch wenn sie im Studio durchgeführt wird. Entscheidend ist nicht der Ort, sondern die Verordnung des Arztes. Bei Kieser Training selbst gibt es keine Vertragspartner der ÖGK, daher können Sie dort kein Training direkt mit der Karte abrechnen.
Für Versicherte mit ärztlicher Indikation öffnet sich ein zweiter Weg: die medizinische Trainingstherapie (MTT). Sie ist Teil des physiotherapeutischen Leistungskatalogs der ÖGK und wird bei Muskelaufbau und Konditionsverbesserung verordnet.
Was die ÖGK bei Physiotherapie bezahlt
Die ÖGK übernimmt die Kosten für Physiotherapie, wenn ein Arzt sie verordnet. Dazu zählen Krankengymnastik, Heilgymnastik, Massagen und medizinische Trainingstherapie. Laut Leistungsbeschreibung der ÖGK gehört zur Physiotherapie auch die medizinische Trainingstherapie zum Aufbau der Muskulatur und zur Verbesserung der Kondition.
Bei Vertragstherapeuten rechnet die Praxis direkt mit der ÖGK ab – Sie zahlen nur einen allfälligen Behandlungsbeitrag. Bei einer Erstverordnung empfehlen ÖGK und Physio Austria seit 2025 standardmäßig 6 Einheiten zu 30 Minuten. Mehr Einheiten und längere Behandlungszeiten bleiben möglich, wenn sie medizinisch notwendig sind.
Wichtig: Eine Deckelung der Physiotherapie pro Jahr gibt es nicht. Solange der Arzt eine Folgeverordnung ausstellt, trägt die ÖGK die Kosten weiter. Die Verantwortung für Umfang und Dauer liegt bei Ärzt:innen und Therapeut:innen.
Eine Therapie nach medizinischem Bedarf, nicht nach Schema. Die Verantwortung für medizinisch notwendige Anpassungen liegt bei den Therapeutinnen und Therapeuten – sie wissen am besten, was hilft.
— ÖGK und Physio Austria, gemeinsame Empfehlung 2025
Medizinische Trainingstherapie: Training als Kassenleistung
Die medizinische Trainingstherapie (MTT) ist der wichtigste Hebel, wenn Sie Krafttraining über die Krankenkasse finanzieren möchten. Sie wird typischerweise bei chronischen Rückenschmerzen, nach Operationen, bei Osteoporose oder Muskelschwäche verordnet.
Der Ablauf: Der Arzt – meist Orthopäde, Unfallchirurg oder Physikalischer Mediziner – stellt eine Verordnung für medizinische Trainingstherapie aus. Mit dieser Verordnung trainieren Sie betreut an Geräten, häufig in einer physiotherapeutischen Praxis oder einem Reha-Zentrum. Die ÖGK übernimmt die Kosten als Teil der Krankenbehandlung.
Eine Bewilligung durch die Krankenkasse ist bei der ÖGK aktuell nicht erforderlich – die Bewilligungspflicht für Physiotherapie ist laut 9er Physio bis 30.06.2027 ausgesetzt. Üblich sind dabei bis zu 36 Einheiten innerhalb von drei Monaten, bei entsprechender Verordnung auch mehr.
Wer sich gerade erst in Österreich versichert hat, findet in unserem Beitrag zur Verlängerung der Krankenversicherung für ukrainische Flüchtlinge praktische Hinweise zum Umgang mit der ÖGK. Auch für Pflegepersonen ist das Thema Versicherungsschutz wichtig – unsere Übersicht zu Pflegeurlaub und Pflegefreistellung erklärt die Grundlagen.
Wahltherapie: 80 % des Vertragstarifs zurück
Wer nicht bei einem Vertragstherapeuten behandelt werden möchte, wählt die Wahltherapie – also eine Praxis ohne Kassenvertrag. Sie zahlen die Behandlung vorab und reichen die Rechnung bei der ÖGK ein. Zurück bekommen Sie 80 % des Vertragstarifs, nicht 80 % des tatsächlich bezahlten Honorars.
Konkrete Erstattungsbeträge für 2025 (ÖGK, Wahltherapie):
| Leistung | Vertragstarif | Erstattung (80 %) |
|---|---|---|
| Einzelbehandlung 30 Min. | ca. 38 € | ca. 30,40 € |
| Einzelbehandlung 45 Min. | ca. 57 € | ca. 45,62 € |
| Einzelbehandlung 60 Min. | ca. 76 € | ca. 60,82 € |
| Heilmassage 15 Min. | ca. 8,10 € | ca. 6,48 € |
Zahlen Sie für eine 45-minütige Einheit beim Wahltherapeuten 110 €, erhalten Sie 45,62 € von der ÖGK zurück – der Eigenanteil liegt bei rund 57,92 €. Die Differenz kann eine private Zusatzversicherung übernehmen, wenn sie Physiotherapie abdeckt.
Beachten Sie die Frist: Bei ÖGK und BVAEB müssen Anträge innerhalb von 42 Monaten ab Behandlungsdatum eingereicht werden. Reichen Sie die Unterlagen besser zeitnah ein, um nichts zu verlieren.
Kieser Training in Österreich: Konzept, Studios und Preise
Kieser Training ist kein gewöhnliches Fitnessstudio, sondern ein gesundheitsorientiertes Krafttrainings-System. Die Schweizer Marke wurde 1967 von Werner Kieser gegründet und ist seit über 50 Jahren auf medizinisches Krafttraining an speziell entwickelten Maschinen spezialisiert. Ziel ist es, über Muskel- und Kraftaufbau den Körper – insbesondere den Rücken – gesund und leistungsfähig zu halten.
Das Training folgt einem klaren Prinzip: zweimal pro Woche 30 Minuten Krafttraining an computergesteuerten Maschinen. Die Einheiten werden persönlich begleitet, alle 20 Trainingseinheiten überprüfen Trainer den Trainingsplan. Diese Wissenschaftlichkeit unterscheidet Kieser von klassischen Studios und ist der Grund, warum das Thema „Kieser Training Krankenkasse” überhaupt so häufig gesucht wird.
Weltweit betreibt die Kette über 170 Studios in fünf Ländern – Australien, Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz. In Österreich sind es 8 Standorte in Wien, Graz, Salzburg und Linz. Laut Kieser Training Österreich finden Sie Studios etwa in der Grazer Babenbergerstraße 2 oder im Linzer Hamerlingstraße 44. Das erste Wiener Studio eröffnete 2000, heute trainieren laut Unternehmensangaben über 22.000 Mitglieder in Österreich. Wer im Ausland unterwegs ist, kann mit dem Kundenausweis in jedem Studio der Kette weltweit trainieren.
Die Preise variieren je nach Standort, da Kieser ein Franchise-System ist. Die unverbindliche Preisempfehlung laut Kieser Preisseite liegt bei 69 € pro Monat, die Einführung ins Training kostet ab 149 €. Die Stiftung Warentest ermittelte einen Jahrespreis von mindestens 590 €. Verträge laufen in der Regel mindestens ein Jahr, ein Schnuppermonat wird nicht angeboten.
Zum Vergleich: Ein durchschnittliches Fitnessstudio in Österreich kostet meist deutlich weniger. Laut der Eckdatenstudie der österreichischen Fitnesswirtschaft 2025 (WKO-Daten) erwirtschaftete die Branche 2024 rund 654,8 Mio. Euro Umsatz, 13,9 % der Bevölkerung sind in Fitnessanlagen angemeldet. Die monatlichen Beiträge klassischer Studios liegen häufig zwischen 20 und 50 € – deutlich unter dem Kieser-Niveau.
Wie positioniert sich Kieser gegenüber verordneter Physiotherapie? Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede:
| Aspekt | Kieser Training | Physiotherapie (ÖGK) |
|---|---|---|
| Kosten | ab 69 €/Monat | 0 € bei Vertragstherapeut |
| Verordnung nötig | nein | ja (ärztlicher Rezept) |
| Erstattung | keine Kassenleistung | 80 % des Vertragstarifs (Wahltherapie) |
| Fokus | Muskel- und Kraftaufbau | Behandlung akuter Beschwerden |
| Dauer | laufende Mitgliedschaft | 6 Einheiten pro Erstverordnung |
Für gesunde Versicherte ohne medizinische Indikation bleibt Kieser ein reines Eigenkosten-Projekt. Wer dagegen eine verordnete medizinische Trainingstherapie benötigt, bekommt vergleichbares Krafttraining zum Nulltarif – vorausgesetzt, die Praxis hat einen Kassenvertrag oder Sie reichen die Rechnung bei der ÖGK ein.
Warum die ÖGK kein Fitnessstudio bezahlt
Die gesetzliche Krankenversicherung finanziert Krankenbehandlung, nicht allgemeine Gesundheitsvorsorge. Ein Studio-Abo gilt als Freizeitaktivität und Eigenvorsorge – dafür gibt es keine Kassenleistung. Das gilt für Kieser genauso wie für McFit, Clever Fit oder das Sportstudio um die Ecke.

Ausnahmen gibt es nur, wenn das Training Teil einer ärztlich verordneten Therapie ist. Dann zahlt die Kasse die Therapieeinheiten – egal ob sie in einer Praxis, einem Reha-Zentrum oder in Kooperation mit einem Studio stattfinden. Der entscheidende Punkt ist immer die Verordnung, nicht der Ort.
Selbst die betriebliche Gesundheitsförderung ändert daran nichts: Mitgliedsbeiträge für Fitnessstudios sind laut WKO-Übersicht zur steuerlichen Behandlung nicht von der Steuer befreit – wohl aber zertifizierte Präventionskurse, die der Arbeitgeber für Mitarbeiter finanziert.
Hintergrund dieser Regeln ist die Finanzlage des Gesundheitssystems: Die ÖGK verzeichnete zuletzt erhebliche Defizite, wie unser Beitrag über die Verluste der Gesundheitskasse in drei Monaten zeigt. Gleichzeitig plant die Politik mit dem Gesundheitspakt 2040 langfristige Reformen – eine Ausweitung der Kassenleistungen auf Fitnessstudios ist dort nicht vorgesehen.
Präventionskurse, ÖGK-Programme und der Arbeitgeber
Neben der Therapie bietet die ÖGK ihren Versicherten kostenlose oder günstige Gesundheitsförderungsangebote. Laut ÖGK-Angebotsseite können Versicherte diese Angebote kostenlos oder gegen einen moderaten Selbstbehalt nutzen.
Dazu gehören Bewegungskurse, Rückenschulen, Ernährungsberatung und Programme zur mentalen Gesundheit. Anders als in Deutschland – wo gesetzliche Kassen bis zu 600 € pro Jahr für zertifizierte Präventionskurse erstatten – gibt es in Österreich keinen pauschalen Präventionszuschuss für Fitnesskurse.
Die ÖGK-Programme sind meist an feste Anbieter und Kurse gekoppelt. Ein freies Training bei Kieser können Sie darüber nicht finanzieren. Aber: Ein Rückenkurs der ÖGK ist eine gute Ergänzung, wenn Sie mit Kieser-Training liebäugeln – viele Teilnehmer starten danach ins Krafttraining.
Einen dritten Weg eröffnet der Arbeitgeber. Viele Unternehmen in Österreich finanzieren Gesundheitsmaßnahmen für ihre Mitarbeiter. Die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ist seit der Steuerreform 2015/2016 unter bestimmten Bedingungen steuerfrei – auch für externe Angebote. Laut WKO zählen dazu zertifizierte Präventionskurse in den Bereichen Bewegung, Ernährung, Sucht und psychische Gesundheit.
Arbeitgeber können dabei bis zu einem gewissen Rahmen Beiträge zu Fitnessprogrammen übernehmen. Ob ein Kieser-Abo darunterfällt, hängt vom konkreten Angebot ab: Maßnahmen „ausschließlich zum Erlernen einer Sportart” oder reine Mitgliedsbeiträge sind laut WKO nicht begünstigt. Zertifizierte Rückenkurse oder Trainings mit medizinischer Begleitung können dagegen förderfähig sein.
Der Vorteil für Sie: Fragen Sie bei Ihrer Personalabteilung nach, ob das Unternehmen BGF-Maßnahmen bezuschusst oder eigene Gesundheitsprogramme anbietet. Viele große Arbeitgeber in Wien und Graz haben Kooperationen mit Fitnessanbietern oder erstatten Kurskosten bis zu einem Jahresbetrag.
Private Zusatzversicherungen: Barmenia, Generali und Co.
Der pragmatischste Weg zum bezuschussten Kieser-Training führt über private Zusatzversicherungen. In Deutschland kooperiert etwa die Barmenia mit Kieser: Vollversicherte erhalten laut Pressemitteilung der Barmenia 10 € Rabatt pro Monat auf die Jahresmitgliedschaft plus eine Kostenbeteiligung von 25 % bei 40 Trainings und 50 % bei 80 Trainings pro Jahr.
In Österreich bietet die Generali im Rahmen ihres Vorsorgeprogramms „Rundum gesund” eine Kooperation mit Kieser Training Graz an: Kunden erhalten unter anderem ein begleitetes Training und eine kostenlose medizinische Trainingsberatung. Auch die Wiener Städtische listet Kieser Studios in ihrem Gesundheitsprogramm.
Diese Angebote sind keine Kassenleistung, sondern vertragliche Vergünstigungen der Versicherer für ihre Kunden. Prüfen Sie bei Ihrer Zusatzversicherung, ob Physiotherapie oder medizinische Trainingstherapie mit abgedeckt sind – darüber lässt sich ein Teil der Kosten steuerlich oder über die Versicherung zurückholen.
Steuerliche Absetzbarkeit von Trainingskosten
Auch wenn die Krankenkasse Kieser Training nicht zahlt, lassen sich Teile der Kosten über die Steuer zurückholen. Österreich erkennt außergewöhnliche Belastungen an – dazu zählen unter anderem Krankheitskosten, die nicht von der Kasse übernommen werden. Ärztlich verordnete Physiotherapie, Medikamente und Zuzahlungen können Sie in der Arbeitnehmerveranlagung geltend machen.
Die Grundregel: Als außergewöhnliche Belastung absetzbar sind Kosten, die Ihnen zwangsläufig entstehen – also verordnete Behandlungen, nicht aber freiwillige Fitnessstudio-Mitgliedschaften. Ein reines Kieser-Abo ohne ärztliche Indikation ist steuerlich nicht absetzbar. Ganz anders sieht es aus, wenn der Arzt eine medizinische Trainingstherapie verordnet und Sie die Kosten selbst tragen – diese Rechnungen können Sie mit dem Formular für außergewöhnliche Belastungen einreichen.
Praktischer Tipp: Sammeln Sie alle Honorarnoten und Zahlungsbelege über das Jahr. Der Selbstbehalt liegt in Österreich bei bestimmten Prozentsätzen des Einkommens – wer viele Krankheitskosten hat, überschreitet die Grenze schneller als gedacht. Die Details zur steuerlichen Behandlung von Gesundheitskosten finden Sie in unserem Ratgeber zum österreichischen Gesundheitssystem.
Schritt für Schritt: So beantragen Sie die Kostenübernahme
Der Weg zur Kassenleistung ist klar strukturiert, wenn Sie Krafttraining medizinisch nutzen möchten:
- Arzttermin vereinbaren – gehen Sie zu Ihrem Hausarzt oder direkt zum Orthopäden und schildern Sie Ihre Beschwerden.
- Verordnung ausstellen lassen – der Arzt verordnet Physiotherapie oder medizinische Trainingstherapie mit der genauen Einheitenzahl.
- Therapieeinrichtung wählen – entweder einen Vertragstherapeuten (keine Vorauszahlung) oder einen Wahltherapeuten (Vorauszahlung, 80 % Erstattung).
- Rechnungen sammeln – bei Wahltherapie benötigen Sie Honorarnote und Zahlungsnachweis.
- Antrag einreichen – bei der ÖGK über das Online-Service oder postalisch, innerhalb von 42 Monaten.
- Behandlungsplan erstellen lassen – bei einer Verlängerung über 6 Einheiten brauchen Sie einen ärztlich abgesegneten Behandlungsplan.
Für Kieser Training bedeutet das: Lassen Sie sich nicht einfach eine Mitgliedschaft verkaufen, sondern klären Sie vorab, ob eine ärztliche Verordnung für Sie in Frage kommt. Bei entsprechender Indikation können Sie die Trainingseinheiten als verordnete Therapie bei einem Partner-Therapeuten absolvieren.

Häufig gestellte Fragen
Zahlt die Krankenkasse Kieser Training? Nein. Die Mitgliedschaft bei Kieser Training ist keine Kassenleistung der ÖGK. Bezuschusst wird ausschließlich ärztlich verordnete Physiotherapie und medizinische Trainingstherapie.
Was kostet Kieser Training in Österreich? Die Mitgliedschaft kostet ab etwa 69 € pro Monat, die Einführung ins Training ab 149 €. Die Preise variieren je nach Franchise-Standort in Wien, Graz, Salzburg und Linz.
Wie viel bekomme ich bei Physiotherapie von der ÖGK zurück? Bei Wahltherapeuten erhalten Sie 80 % des Vertragstarifs – für eine 45-minütige Einzelbehandlung 2025 rund 45,62 €. Bei Vertragstherapeuten entfällt die Vorauszahlung komplett.
Kann ich medizinische Trainingstherapie über die Krankenkasse machen? Ja, wenn ein Arzt sie verordnet. Die ÖGK übernimmt die medizinische Trainingstherapie als Teil der Physiotherapie, üblich sind bis zu 36 Einheiten innerhalb von drei Monaten.
Ist Kieser Training steuerlich absetzbar? Ein reines Mitgliedschafts-Abo ist nicht absetzbar. Verordnete und selbst bezahlte Therapiekosten können Sie dagegen als außergewöhnliche Belastung in der Arbeitnehmerveranlagung geltend machen.
Gibt es bei der ÖGK kostenlose Rückenkurse? Ja, die ÖGK bietet im Rahmen der Gesundheitsförderung kostenlose oder günstige Kurse an, darunter Rückenschulen und Bewegungskurse. Diese sind an feste Anbieter gebunden und nicht mit Kieser kombinierbar.
Fazit: So sparen Sie beim Krafttraining
Die Krankenkasse zahlt kein Kieser-Abo, aber sie zahlt verordnete Physiotherapie und medizinische Trainingstherapie – das ist der entscheidende Hebel. Wer mit Rückenschmerzen oder Muskelschwäche kämpft, sollte zuerst den Arzt aufsuchen und eine Verordnung holen, statt aus eigener Tasche ein teures Studio-Abo zu zahlen.
Ihr Aktionsplan in fünf Schritten:
- Verordnung holen – Termin beim Orthopäden oder Hausarzt, Beschwerden schildern.
- Therapieform klären – Physiotherapie oder medizinische Trainingstherapie je nach Diagnose.
- Anbieter vergleichen – Vertragstherapeut spart Vorauszahlung, Wahltherapeut bringt 80 % Erstattung.
- Rechnungen einreichen – innerhalb von 42 Monaten, am besten zeitnah nach der Behandlung.
- Zusatzkosten prüfen – Arbeitgeber-BGF und private Zusatzversicherung können weitere Teile übernehmen.
Wenn Kieser für Sie in Frage kommt, fragen Sie im Studio nach Kooperationsrabatten von Generali oder anderen Versicherern. Der Besuch lohnt sich besonders, wenn Sie das Konzept mit ärztlicher Begleitung kombinieren möchten.
Für alle, die sich für das österreichische Gesundheitssystem insgesamt interessieren: In unserem Überblick zum Gesundheitssystem erklären wir die größten Baustellen der Versorgung. Und wer sparen will, findet in unserem Artikel über Fallstricke bei Versicherungen die wichtigsten Warnhinweise. Abonnieren Sie außerdem unseren Newsletter, um keine Änderungen bei den Kassenleistungen zu verpassen.
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