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Zahlungsaufforderungen der ÖGK für Krankentransporte in Österreich

Zahlungsaufforderungen: ÖGK schickt Tausenden Österreichern Rechnung für Krankentransporte

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Zahlungsaufforderungen: ÖGK schickt Tausenden Österreichern Rechnung für Krankentransporte Die ÖGK verschickt rund 87.000 Zahlungsaufforderungen für Krankentransporte. Wer zahlen muss, wer ausgenommen ist und wie Ratenzahlung ab 151 Euro funktioniert. Topics: Nachrichten, Gesundheit, Wirtschaft.

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) verschickt ab Mitte Oktober 2026 rund 87.000 Rechnungen für Krankentransporte. Wer seit Juli 2025 mit einem versicherten Transport zu einer Behandlung oder Therapie gefahren ist, kann eine Zahlungsaufforderung erhalten. Abgerechnet wird das zweite Quartal 2026 — die Fahrten von April bis Juni — und zwar gesammelt: Die Kasse zählt alle Fahrten eines Quartals zusammen und schickt dann ein Forderungsschreiben. In diesem Artikel erklären wir, was eine Fahrt kostet, wer nichts zahlen muss, welche Fristen gelten und was bei hohen Beträgen zu tun ist.

Warum die ÖGK jetzt Zahlungsaufforderungen für Krankentransporte schickt

Seit Juli 2025 zahlen ÖGK-Versicherte für planbare Krankentransporte einen Unkostenbeitrag — in Höhe der einfachen oder, bei Begleitung durch einen Sanitäter, der doppelten Rezeptgebühr. Die Rechnung kommt nicht nach jeder Fahrt, sondern quartalsweise: Die Kasse fasst alle Fahrten des Quartals zusammen und schickt eine Zahlungsaufforderung. Wie krone.at berichtet, startet die zweite große Tranche für das zweite Quartal 2026 Mitte Oktober — zuerst die Online-Rechnungen, dann binnen zwei Wochen die Briefe per Post.

Laut vienna.at mit Berufung auf die ÖGK geht es um rund 87.000 Schreiben, von denen etwa 5 Prozent (gut 4.000) elektronisch über e-Zustellung zugestellt werden. Die erste Tranche — für das erste Quartal — war bereits im Juli 2026 rausgegangen; damals verschickte die Kasse rund 90.000 Forderungsschreiben, wie heute.at meldete.

Zahlungsaufforderungen der ÖGK für Krankentransporte — Rechnungen für das zweite Quartal 2026

Was ein Krankentransport kostet und wie der Betrag gezählt wird

Der Unkostenbeitrag hängt davon ab, ob ein Sanitäter mitfuhr. Ohne Sanitäter kostet die Fahrt 7,55 Euro, mit Sanitäter 15,10 Euro — genau eine bzw. doppelt so viel wie die Rezeptgebühr. Wie gesundheit.gv.at bestätigt, beträgt die Rezeptgebühr 2026 7,55 Euro. Pro Fahrt fällt der Beitrag an, gezählt werden jedoch höchstens 28 Fahrten pro Kalenderjahr.

Die Summen werden schnell beträchtlich: Wie vienna.at anmerkt, kosten zehn Fahrten mit Sanitäter genau 151 Euro — dieselbe Grenze, ab der die ÖGK eine Ratenzahlung erlaubt. Wer regelmäßig zur Therapie fährt (Physiotherapie, Dialyse, Bestrahlung), kann daher eine überraschend hohe Quartalsrechnung erhalten, obwohl jede einzelne Fahrt billig ist.

Wer keinen Unkostenbeitrag für Krankentransporte zahlt

Medizinisch notwendige und zeitkritische Transporte bleiben kostenlos. Der Beitrag fällt nur für planbare Fahrten ohne akuten medizinischen Anlass an. Wie krone.at hervorhebt, sind mehrere Gruppen ausgenommen: Passagiere von Notfall- und dringenden Transporten, Kinder sowie Personen, die von der Rezeptgebühr befreit sind — etwa chronisch Kranke, bei denen die Gebühr aus medizinischen Gründen entfällt.

Die Unterscheidung ist einfach: Eine geplante Fahrt zur regelmäßigen Therapie ist ein planbarer Transport und kostet Geld; eine Fahrt mit dem Rettungsauto bei akuter Verschlechterung ist medizinisch notwendig und bleibt gratis. Im Zweifel hilft ein Blick auf den Transportschein in den Unterlagen oder eine Rückfrage bei der Kasse — ein wiederkehrender Betrag von 7,55 bzw. 15,10 Euro pro Fahrt ist das klare Indiz für eine planbare Transportleistung.

Krankentransport in Österreich: ÖGK-Krankentransportwagen für geplante Fahrten von Patienten

Zahlungsfrist und Ratenzahlung

Vom Erhalt des Schreibens an haben Sie 30 Tage Zeit zu zahlen. Bei Fristverlauf schickt die Kasse zunächst eine Zahlungserinnerung; wer dann weiterhin nichts tut, erhält eine offizielle Forderung mit Mehrkosten. Bezahlt wird per gewöhnlichem Banküberweisung an die Daten im Schreiben oder über das Online-Portal MeinÖGK.

Bleibt die Forderung über 151 Euro, erlaubt die ÖGK eine Ratenvereinbarung (Ratenzahlung) — wie krone.at erklärt, ist die Vereinbarung telefonisch oder über das Portal möglich. Das ist besonders für chronisch Kranke wichtig: Ein Jahr regelmäßiger Dialyse- oder Reha-Fahrten summiert sich schnell auf mehrere hundert Euro, und Ratenzahlung erlaubt die Abzahlung ohne Säumniszuschläge.

Warum die Kasse überhaupt abrechnet

Der Unkostenbeitrag ist Teil eines größeren Sparprogramms im österreichischen Gesundheitswesen. Seit Mai 2026 gelten bei der ÖGK verschärfte Regeln für die Kostenerstattung von Krankentransporten, und das gesamte Maßnahmenpaket — inklusive der diskutierten Kostenbeteiligung beim Arztbesuch — soll der Kasse ab 2027 rund 34,4 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Die Hintergründe zur Selbstbehalt-Debatte haben wir in unserem Artikel zur ÖGK-Kostenbeteiligung beim Arztbesuch zusammengestellt.

Die ersten Online-Rechnungen werden Mitte Oktober bereitgestellt, in den beiden darauffolgenden Wochen erfolgt die postalische Versendung.

— Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK), Aussage gegenüber 5 Minuten

Was Sie tun sollten, wenn eine Zahlungsaufforderung eintrifft

Prüfen Sie das Schreiben systematisch. Kontrollieren Sie die Grundlage: Auf der Rechnung sollten nur planbare Fahrten des genannten Quartals stehen, höchstens 28 pro Jahr. Zahlen Sie binnen 30 Tagen; liegt die Summe über 151 Euro, bitten Sie sofort um Ratenzahlung — das ist ein Recht, keine Gefälligkeit. War eine Fahrt dringend oder ein Notfall und wurde dennoch verrechnet, rufen Sie die Hotline 05 7807 an oder schreiben Sie über MeinÖGK und reklamieren Sie den Betrag.

Das Gesamtbild der österreichischen Krankenkassen und ihrer Selbstbehalte erklären wir im Überblick Krankenkassen in Österreich, und im how2austria-Newsletter melden wir neue ÖGK-Abgaben, sobald sie angekündigt werden.

Fazit: Eine Rechnung für einen planbaren Krankentransport ist keine Falle und kein Fehler, sondern eine rechtmäßige Abrechnung nach den Regeln aus dem Jahr 2025. Werfen Sie den Brief nicht weg — prüfen Sie ihn und zahlen Sie fristgerecht oder vereinbaren Sie Raten.

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