Was ändert sich in Österreich im August 2026: alle Termine im Überblick Was ändert sich in Österreich im August 2026: neue Aufenthaltstitel-Regeln, Schulstartgeld, Zug-Sperren, KV-Erhöhungen und der Feiertag am 15. August. Topics: Nachrichten, Wirtschaft, Politik.
Der August gilt in Österreich meist als ruhiger Monat: Die Schulen sind geschlossen, viele Büros arbeiten in reduziertem Umfang und ein Großteil des Landes ist auf Sommerurlaub. Dennoch treten in diesem Monat einige Neuerungen in Kraft. Was ändert sich in Österreich im August 2026 — wir haben alle Änderungen in einer Übersicht zusammengefasst. Erwartet werden neue Regeln für Aufenthaltstitel, Erhöhungen von Kollektivverträgen, die Schulstartzahlung für Familien und größere Zugunterbrechungen. Außerdem behandeln wir den einzigen bundesweiten Feiertag des Monats, Mariä Himmelfahrt am 15. August. Am Ende finden Sie eine Checkliste mit allen Terminen, damit Sie nichts verpassen.
Gehaltserhöhungen ab 1. August: Kollektivverträge
Mit 1. August 2026 treten mehrere Kollektivvertrags-Erhöhungen in Kraft. Die Mindestgehälter und Lehrlingseinkommen bei der Justizbetreuungsagentur (JBA) — der Einrichtung, die Personal für Teile der österreichischen Justiz bereitstellt — steigen um 3,3 %. Zulagen, Zuschläge und Rufbereitschaften aus dem Vertrag erhöhen sich im selben Ausmaß.
Auch im Müller- und Mischfuttergewerbe gibt es Erhöhungen: Für Angestellte steigen die Mindestlohnschemata um 2,6 %, die Lehrlingseinkommen um 3,4 %. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, die neuen Sätze bereits in der August-Abrechnung anzuwenden.
Wer bereits über dem Kollektivmindestlohn verdient, kann je nach Vertrag und Vordienstzeiten-Zulagen anders betroffen sein. Prüfen Sie Ihre August-Abrechnung und Ihre Einstufung. Die vollständige Liste der Kollektivverträge veröffentlicht die WKO.
Neue Regeln für Aufenthaltstitel im August 2026
Zu den wichtigsten Änderungen des Monats gehört das Fremdenrecht. Voraussichtlich treten im August die Änderungen zum Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG) in Kraft. Wie oesterreich.gv.at berichtet, werden damit die Vorgaben des EU-Asyl- und Migrationspakts umgesetzt.
Was sich konkret ändert:
- Das Verfahren für die kombinierte Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis für Drittstaatsangehörige — die Rot-Weiß-Rot-Karte — wird vereinfacht.
- Für die Behörden gilt künftig grundsätzlich eine Entscheidungsfrist von 90 Tagen.
- Es gibt neue Regelungen für den Arbeitgeberwechsel und den Familiennachzug, der künftig im Niederlassungsrecht geregelt und an die nationalen Aufnahmekapazitäten angepasst wird.
Der Nationalrat hat die Novelle bereits am 20. Mai 2026 beschlossen, für das Inkrafttreten ist aber noch die verfassungsrechtlich erforderliche Zustimmung der Bundesländer zur Kundmachung nötig. Wer einen Aufenthaltstitel besitzt oder beantragt, sollte das Inkrafttreten im Auge behalten. Unser Ratgeber zu Aufenthaltstiteln in Österreich erklärt die Verfahren im Detail.
Schulstartgeld: Zahlung zum Schulbeginn am 8. August
Familien, die österreichische Familienbeihilfe beziehen, erhalten mit der August-Zahlung die jährliche Schulstartzahlung. Das Schulstartgeld beträgt 121,40 Euro pro Kind im Alter von sechs bis 15 Jahren.
Ein gesonderter Antrag ist nicht nötig: Laut Bundeskanzleramt wird die Zahlung automatisch mit der August-Familienbeihilfe überwiesen, in der Regel bis 8. August auf SEPA-Konten. Ausländische Staatsangehörige können die Leistung unter den üblichen Voraussetzungen erhalten, wobei für Familien mit Bezug zu anderen EU-/EWR-Staaten besondere Koordinierungsregeln gelten können.
Fehlt die Zahlung? Prüfen Sie die August-Überweisung und wenden Sie sich an das Finanzamt. Alle Voraussetzungen erklärt unser Artikel zur Familienbeihilfe.

Zug-Sperren: S-Bahn und Rudolfsbahn
Der August 2026 wird für Pendler beschwerlich. Ab 10. August schließen mehrere nördliche S-Bahn-Strecken in Wien: Zwischen Floridsdorf und Süßenbrunn, Gerasdorf, Wolkersdorf, Jedlersdorf sowie Korneuburg verkehren keine Züge. Für die Linien S1, S2 und S3 fahren Ersatzbusse bis zum U-Bahn-Netz. Die REX2 und REX3 enden in Wolkersdorf und Korneuburg, die REX1 wird über Stadlau und Simmering zum Wiener Hauptbahnhof umgeleitet.
Die zusätzlichen Sperren dauern bis 6. September und kommen zur sommerlichen Sperre der S-Bahn-Stammstrecke zwischen Praterstern und Floridsdorf hinzu. Wie die ÖBB mitteilt, gelten ÖBB-Tickets auf den ausgewiesenen Ersatzrouten der Wiener Linien. Planen Sie deutlich mehr Zeit ein — ähnliche Einschränkungen haben wir im Beitrag zur Westbahnstrecken-Sperre beschrieben.
Großbaustellen betreffen auch die Rudolfsbahn: Von 17. August, 6 Uhr, bis 5. September, 24 Uhr, ersetzen Busse die Züge auf den Abschnitten Amstetten – Kleinreifling, Weißenbach-St. Gallen und Selzthal. Ab 24. August kommt ein weiterer Abschnitt zwischen Garsten und Kleinreifling bzw. Weißenbach-St. Gallen dazu. In den Ersatzbussen können keine Fahrräder mitgenommen werden; Reisende mit Mobilitätseinschränkung sollten die ÖBB mindestens 24 Stunden im Voraus informieren.
Mariä Himmelfahrt am 15. August: der einzige Feiertag des Monats
Am 15. August feiert Österreich Mariä Himmelfahrt — den einzigen bundesweiten Feiertag im August. Im Jahr 2026 fällt er auf einen Samstag, die meisten Arbeitnehmer mit Wochenendruhe bekommen also keinen zusätzlichen freien Werktag.
Die meisten Geschäfte, Banken und Ämter bleiben geschlossen, übliche Ausnahmen gelten an Flughäfen, Bahnhöfen, Tankstellen und in manchen Tourismusgebieten. Öffentliche Verkehrsmittel können nach Sonn- oder Feiertagsfahrplan fahren — prüfen Sie die Öffnungszeiten von Supermärkten und Apotheken in Ihrer Nähe. Mariä Himmelfahrt bleibt in allen neun Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag.
Weitere Änderungen: Verpackung, Tabak, BauID und Fristen
Der August bringt auch weniger sichtbare, aber wichtige Neuerungen. Ab 12. August gilt in Österreich die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR): Lebensmittelkontaktverpackungen dürfen bestimmte PFAS-Grenzwerte nicht mehr überschreiten, und Kaffeekapseln, Kaffeepads sowie Teebeutel gelten nun rechtlich als Verpackung. Die verpflichtende Teilnahme an Sammel- und Recyclingsystemen startet erst am 1. Oktober 2026.
Ab 20. August treten Änderungen im Tabak- und Nichtraucherschutzgesetz in Kraft: Wie das Parlament festhält, werden Einweg-E-Zigaretten verboten (Restbestände dürfen bis 31. Dezember 2026 verkauft werden), und Nikotinbeutel (Pouches) dürfen nicht mehr an Jugendliche unter 18 Jahren abgegeben werden. Bei Verstößen drohen Verwaltungsstrafen ab 500 Euro, im Wiederholungsfall bis zu 2.000 Euro.
Ab 1. August wird außerdem das BauID-System auf Baustellen neu organisiert: Die Karten stellt künftig die BUAK aus, rund 140.000 Beschäftigte am Bau erhalten sie binnen drei Jahren kostenlos.
Das ist ein wichtiger Schritt für Digitalisierung und Entbürokratisierung — er ermöglicht die papierlose Baustelle und erleichtert Kontrollen.
— Korinna Schumann, Arbeitsministerin
Merken Sie sich auch die Frist 3. August: Für Studienbewerber der Universität Wien aus Staaten außerhalb der EU/EWR/Schweiz ist dies der letzte Termin für die Anmeldung zum Wintersemester 2026/27. Und ab 16. August gilt: Spät gekaufte ÖBB-Sommertickets sind kürzer gültig als 30 Tage, da 13. September der letzte Nutzungstag bleibt. Das Ticket kostet 41 Euro für unter 20-Jährige und 62 Euro für 20- bis 25-Jährige — mehr zu Ermäßigungen lesen Sie in unserem Beitrag zur Vorteilscard der ÖBB.

Was sich im August 2026 nicht ändert
Nicht alles wird im August teurer oder anders. Eine Erhöhung der Tarife für öffentliche Verkehrsmittel, der Vignette oder der Rezeptgebühr ist für diesen Monat nicht bestätigt. Die Rezeptgebühr bleibt bis Ende 2026 bei 7,55 Euro pro Packung.
Auch die Zeitumstellung entfällt: Österreich bleibt bis 25. Oktober auf der mitteleuropäischen Sommerzeit (CEST). Wer auf Autobahnen unterwegs ist, sollte die Vignette rechtzeitig prüfen — die Regeln erklären wir im Beitrag zur digitalen Vignette.
Die Sommerferien dauern den gesamten August. Der Unterricht beginnt am 7. September in Wien, Niederösterreich und im Burgenland, in den übrigen Bundesländern am 14. September. In Wien können Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren während der Ferien gratis mit den Wiener Linien fahren.
Häufig gestellte Fragen
Was ändert sich in Österreich im August 2026 für Inhaber von Aufenthaltstiteln? Im August werden Änderungen des Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetzes erwartet: vereinfachte kombinierte Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis, 90-Tage-Entscheidungsfrist und neue Regeln für Arbeitgeberwechsel und Familiennachzug. Der genaue Termin hängt von der Zustimmung der Länder ab.
Muss ich das Schulstartgeld beantragen? Nein. Die Zahlung von 121,40 Euro pro Kind zwischen sechs und 15 Jahren kommt automatisch mit der August-Familienbeihilfe, in der Regel bis 8. August. Wer noch keine Familienbeihilfe bezieht, muss diese zuerst beantragen.
Welche Züge fahren im August 2026 nicht? Ab 10. August sind nördliche S-Bahn-Strecken Wiens (Floridsdorf – Korneuburg und Nachbarlinien) bis 6. September gesperrt. Ab 17. August ersetzen Busse die Züge auf der Rudolfsbahn zwischen Amstetten und Selzthal. Es verkehren Ersatzbusse, ÖBB-Tickets bleiben gültig.
Sind die Geschäfte am 15. August geöffnet? An Mariä Himmelfahrt bleiben die meisten Geschäfte, Banken und Ämter geschlossen. Ausnahmen gelten an Flughäfen, Bahnhöfen, Tankstellen und in Tourismusgebieten. Öffentliche Verkehrsmittel können nach Sonntagsfahrplan fahren.
August 2026 im Überblick: Ihre Checkliste
Der August 2026 in Österreich bringt neben dem Urlaub ein Dutzend wichtiger Änderungen. Das sollten Sie in den nächsten Wochen tun:
- Prüfen Sie die August-Abrechnung, wenn Sie bei der JBA oder im Müller- und Mischfuttergewerbe arbeiten.
- Beobachten Sie das Inkrafttreten der NAG-Novelle, wenn Sie einen Aufenthaltstitel beantragen.
- Kontrollieren Sie das Schulstartgeld in der August-Überweisung der Familienbeihilfe.
- Planen Sie mehr Zeit für Fahrten durch den Norden Wiens und auf der Rudolfsbahn ein.
- Denken Sie daran, dass der 15. August ein Feiertag ist — prüfen Sie die Öffnungszeiten.
Möchten Sie über solche Änderungen zuerst informiert werden? Abonnieren Sie unseren Newsletter — einmal pro Woche senden wir das Wichtigste für das Leben in Österreich. Und im Ratgeber zu Aufenthaltstiteln finden Sie alle aktuellen Verfahren für Umzug und Verlängerung.
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