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Zuverdienst zur Pension in Österreich — Pensionist berechnet Zusatzeinkommen am Taschenrechner
Zuverdienst zur Pension 2026 in Österreich: Wie viel Sie dazuverdienen dürfen
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Zuverdienst zur Pension 2026 in Österreich: Wie viel Sie dazuverdienen dürfen Zuverdienst zur Pension 2026 in Österreich: Grenzen, Steuern und Versicherung. Wie viel Sie als Pensionist dazuverdienen dürfen, ohne die Pension zu verlieren. Topics: Arbeit, Gehalt & Steuern, Arbeitsmarkt.

Eine Pension in Österreich ist kein Urteil über ein festes, unveränderliches Einkommen. Seit 2026 dürfen erwerbstätige Pensionistinnen und Pensionisten unbeschränkt zur Pension dazuverdienen, ohne sie zu verlieren — vorausgesetzt, man weiß, welche Pensionsart man bezieht und welche Grenzen dafür gelten. Viele Österreicher arbeiten nach dem Pensionsantritt weiter: Laut AMS-Daten bleiben 12,2% der Bevölkerung nach Pensionsantritt erwerbstätig.

Dieser Ratgeber erklärt, wie viel Zuverdienst zur Pension 2026 in Österreich erlaubt ist, welche Grenzen für die einzelnen Pensionsarten gelten, wie sich der Zuverdienst auf Steuern und Krankenversicherung auswirkt und wie Sie vermeiden, Ihre Pension wegen eines Nebenjobs zu verlieren.

Die wichtigste Regel 2026: Unbegrenzter Zuverdienst ab dem Regelpensionsalter

Für die meisten Pensionisten ist die Antwort einfach: Wer eine reguläre Alterspension bezieht und das Regelpensionsalter erreicht hat (65 Jahre für Männer, für Frauen ab 60,5 mit schrittweiser Anhebung auf 65 bis 2033), darf unbegrenzt dazuverdienen. Der Zuverdienst verringert die Pensionshöhe um keinen einzigen Euro.

Das bestätigt oesterreich.gv.at: Neben einer regulären Alterspension kann unbegrenzt dazuverdient werden, ohne dass die Pension gekürzt wird. Mehr noch: Liegt der Zuverdienst über der Geringfügigkeitsgrenze (dazu unten mehr) und werden Pensionsbeiträge geleistet, erhalten Sie einen besonderen Höherversicherungsbetrag, der Ihre spätere Pension erhöht.

Der praktische Schluss: Wer das Regelpensionsalter erreicht hat, kann bedenkenlos einen Teilzeit- oder sogar Vollzeitjob annehmen — die Pension bleibt gleich, das Gehalt kommt obendrauf. Beschränkungen gelten nur für jene, die vorzeitig in Pension gegangen sind. Die Übersichtstabelle der Grenzen hilft bei der Orientierung:

PensionsartZuverdienstgrenze 2026Bei Überschreitung
Alterspension (Regelpensionsalter erreicht)unbegrenztnichts — Pension bleibt, Zuschlag möglich
Korridorpension, Hacklerregelung, Schwerarbeitspension551,10 € pro MonatPension entfällt für den Zeitraum der Beschäftigung
Invaliditätspension, Berufsunfähigkeitspension551,10 € pro MonatAnrechnung bei Gesamteinkommen über 1.599,99 €
Witwen-/Witwerpensionindividuelle Berechnungmögliche Kürzung der Leistung

Korridorpension: Die Grenze von 551 Euro pro Monat

Für Bezieher der Korridorpension (vorzeitige Pension ab 62 Jahren mit 40 Versicherungsjahren), der Langzeitversicherungspension (Hacklerregelung) und der Schwerarbeitspension gelten strengere Regeln. Bis zum Regelpensionsalter dürfen Sie nur bis zur Geringfügigkeitsgrenze dazuverdienen.

Im Jahr 2026 liegt diese Grenze bei 551,10 Euro pro Monat (brutto). Wichtig: Das Entgelt zählt 14-mal pro Jahr — inklusive 13. und 14. Gehalt können Sie bis zu 7.715 Euro pro Jahr verdienen und bleiben im Limit, sofern die Sonderzahlungen als solche ausgewiesen werden.

Was bei Überschreitung passiert: Verdienen Sie mehr und begründet die Arbeit eine Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung, entfällt die Pension für diesen Monat. Seit 1. Jänner 2024 gibt es eine Erleichterung: Die Pension fällt nicht schon beim ersten Euro der Überschreitung weg, sondern erst, wenn die jährliche Überschreitung mehr als 40% der monatlichen Geringfügigkeitsgrenze beträgt — das sind 220,44 Euro im Jahr 2026.

Jeder Monat, in dem die Pension wegen Erwerbstätigkeit wegfällt, erhöht Ihre spätere reguläre Alterspension: Bei Erreichen des Regelpensionsalters steigt die Leistung um 0,55% pro Monat. Wie die Arbeiterkammer warnt, kann bei Überschreitung um nur einen Euro die Pension für den ganzen Monat entfallen — planen Sie also mit Puffer.

Zuverdienstgrenzen für Pensionisten in Österreich — Dokumente und Einkommensberechnung auf dem Schreibtisch

Was sich für die Korridorpension ab 2026 geändert hat

Am 1. Jänner 2026 sind Änderungen des Budgetbegleitgesetzes 2025 in Kraft getreten, die den Zugang zur Korridorpension verschärfen. Für Personen, die ab dem 1. Jänner 1964 geboren sind, steigt das früheste Antrittsalter von 62 auf 63 Jahre, die erforderlichen Versicherungsmonate von 480 auf 504 (von 40 auf 42 Jahre).

Das wirkt sich direkt auf den Zuverdienst aus: Je später der vorzeitige Pensionsantritt, desto länger gelten die Zuverdienstbeschränkungen. Wie oesterreich.gv.at erläutert, erfolgt die Anhebung schrittweise und betrifft die ab 1964 Geborenen.

Für alle, die bereits eine Korridorpension beziehen, bleibt die Zuverdienstgrenze gleich — 551,10 Euro pro Monat. Eine Überschreitung mit Pflichtversicherung führt zum Entfall der Pension für den Zeitraum der Erwerbstätigkeit. In der Praxis heißt das: Bis zum Regelpensionsalter ist eine geringfügige Beschäftigung im Rahmen der Grenze die sichere Variante.

Invaliditätspension: Wie die Anrechnung funktioniert

Eigene Regeln gelten für die Invaliditätspension (Berufsunfähigkeitspension, Erwerbsunfähigkeitspension). Ein Zuverdienst bis 551,10 Euro pro Monat hat hier keine Auswirkungen. Liegt der Verdienst über der Grenze, greift die Anrechnung des Einkommens.

Wie oesterreich.gv.at erklärt, wird die Invaliditätspension nur dann gekürzt, wenn zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind: ein Erwerbseinkommen über der Geringfügigkeitsgrenze und ein monatliches Gesamteinkommen (Pension plus Erwerbseinkommen) von über 1.599,99 Euro (brutto). In diesem Fall wird die Pension als Teilpension ausbezahlt — ein Teil des Einkommens wird angerechnet.

Die Anrechnung ist progressiv: Einkommensteile über 1.599,99 Euro vermindern die Pension um 30%, die nächste Stufe um 40% und 50%. Der Anrechnungsbetrag darf weder das Erwerbseinkommen noch die Hälfte des Steigerungsbetrages übersteigen. Bedenken Sie auch die medizinische Seite: Eine Erwerbstätigkeit über drei Monate im Jahr kann eine Neubegutachtung des Invaliditätsgrades auslösen.

Witwen- und Witwerpension: Sonderfälle

Die Hinterbliebenenpension (Witwen- und Witwerpension) folgt einer eigenen Logik. Der Zuverdienst hebt die Pension nicht auf, kann sie aber reduzieren: Das eigene Einkommen fließt in die Berechnung der Witwenpension ein. Wer sowohl eine eigene Erwerbspension als auch eine Hinterbliebenenpension bezieht, muss mit einer Anpassung der Gesamtleistung rechnen.

Für die Waisenpension gelten eigene Grenzen — ein Zuverdienst des Waisenkindes über der Grenze reduziert die Leistung. Die Teilpension (Teilpension mit reduzierter Arbeitszeit) kennt dagegen überhaupt keine Zuverdienstgrenzen — ihre Höhe hängt allerdings davon ab, wie stark die Arbeitszeit reduziert wurde.

Ein Sonderfall ist das eigene Einkommen bei Hinterbliebenenpension bei gleichzeitiger unselbstständiger Beschäftigung: Das Gesamteinkommen wird progressiv besteuert, und bei Überschreitung der Grenze werden Krankenversicherungsbeiträge von beiden Leistungen eingehoben. Vor der Arbeitsaufnahme sollten Sie bei der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) klären, wie Ihre konkrete Pensionsart auf Zusatzeinkommen reagiert.

Beziehen Sie eine Witwenpension und planen einen Zuverdienst, lassen Sie von der PVA eine Probeberechnung erstellen — sie zeigt, wie sich die Leistung konkret ändert. In manchen Fällen ist es günstiger, die eigene Erwerbspension zu behalten und auf die Witwenpension zu verzichten, als beides mit Arbeit zu kombinieren: Bei hohem Einkommen können Steuern und Beiträge einen Großteil des Zusatzes aufzehren.

Steuern auf den Zuverdienst von Pensionisten 2026

Pension und Einkommen werden zusammengerechnet und gemeinsam besteuert. Im Jahr 2026 gibt es eine wichtige Entlastung: Übersteigt Ihr Jahreseinkommen 14.769 Euro nicht, müssen Sie keine Steuern nachzahlen. Darüber gilt der progressive Steuertarif: 20% bis 21.992 Euro, 30% bis 36.458 Euro, 40% bis 70.365 Euro und höhere Sätze darüber.

Für Pensionistinnen und Pensionisten gibt es den Pensionistenabsetzbetrag. 2026 wurde er auf 1.020 Euro angehoben und steht in voller Höhe zu, solange die Pensionseinkünfte 21.614 Euro pro Jahr nicht übersteigen; zwischen 21.614 und 31.494 Euro wird er auf Null eingeschliffen. Ergibt sich eine Einkommensteuer unter null, werden über die Negativsteuer Sozialversicherungsbeiträge bis zu 723 Euro rückerstattet.

Laut Sozialministerium werden alle diese Beträge jährlich im Zuge der Abschaffung der kalten Progression valorisiert. Wichtig: Die für 2026 geplante Flat Tax von 25% auf den Zuverdienst von Pensionisten wurde nicht eingeführt — wie awblog berichtet, blieb der Gesetzesentwurf im Diskussionsstadium. Der Zuverdienst wird weiterhin nach dem normalen Tarif besteuert.

Ein Beispiel zur Orientierung: Bei einer Alterspension von 1.800 Euro und einem Nebenjob mit 900 Euro brutto im Monat ergibt sich ein Jahreseinkommen von rund 37.800 Euro. Damit fällt der Teil über 21.992 Euro in die 30%-Stufe — jeder zusätzliche Euro Zuverdienst wird mit 30 Cent besteuert (bis zur nächsten Grenze von 36.458 Euro). Dazu kommt der Pensionistenabsetzbetrag von 1.020 Euro, und ein Teil der Steuer wurde bereits vom Arbeitgeber einbehalten. Den genauen Endbetrag zeigt die jährliche Arbeitnehmerveranlagung — meist ergibt sich eine kleine Nachzahlung oder eine Rückzahlung.

Steuern auf den Zuverdienst von Pensionisten in Österreich — Berechnung im modernen Büro

Krankenversicherung und Sozialabgaben beim Zuverdienst

Die Krankenversicherung ist eine der häufigsten Fragen. Wer eine Pension bezieht und einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht (bis 551,10 Euro pro Monat), bleibt in der Pensions-Krankenversicherung, Nachzahlungen fallen nicht an. Der Dienstgeber zahlt eine Pauschalabgabe — die Dienstgeberabgabe von 19,4% (plus 1,1% Unfallversicherung) — allerdings nur, wenn die Lohnsumme aller geringfügig Beschäftigten das Eineinhalbfache der Geringfügigkeitsgrenze (826,65 Euro im Jahr 2026) übersteigt.

Bei einer Beschäftigung über der Grenze ändert sich das Bild: Auf den Verdienst werden volle Sozialversicherungsbeiträge fällig — Pensionsversicherung, Krankenversicherung und mehr. Für Pensionisten, die das Regelpensionsalter erreicht haben, erzeugen die Pensionsbeiträge aus dem Zuverdienst den Höherversicherungsbetrag. Wie die WKO erklärt, begründet eine geringfügige Beschäftigung allein keine Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung — genau das macht sie mit Frühpensionen vereinbar.

Eine wichtige Änderung 2026: In den Jahren 2024 und 2025 übernahm der Bund die Dienstnehmeranteile zur Pensionsversicherung erwerbstätiger Pensionisten (bis zur doppelten Geringfügigkeitsgrenze) — eine Ersparnis von bis zu 1.355 Euro pro Jahr. Wie Schachner & Partner meldet, wurde diese Förderung mit 1. Jänner 2026 gestrichen — die Pensionsbeiträge auf den Zuverdienst sind nun in voller Höhe zu zahlen.

In der Praxis gilt: Bei Überschreitung der Grenze meldet der Arbeitgeber Sie automatisch bei der ÖGK als vollversichert an — Sie erhalten alle Rechte einer versicherten Person, einschließlich Kranken- und Pensionsversicherung. Die Beitragshöhe richtet sich nach dem Einkommen und den Standardsätzen des ASVG; den genauen Prozentsatz zeigt die Berechnung der ÖGK.

Wie viele Pensionisten in Österreich weiterarbeiten

Arbeiten in der Pension ist ein stabiler Trend. Laut Älterenbeschäftigungsmonitoring des Sozialministeriums waren 2025 9,4% der 65- bis 69-Jährigen und 46,6% der 60- bis 64-Jährigen erwerbstätig. Die Beschäftigungsquote der 55+ Gruppe stieg auf 65%.

Eine Sonderauswertung des AMS zeigt: 12,2% der Österreicher arbeiten nach dem Pensionsantritt weiter (EU-Schnitt: 13,0%), 62% davon sind Frauen. Die Motive: 54,1% nennen Freude an der Arbeit und soziale Kontakte, 29,3% finanzielle Notwendigkeit.

Arbeiten nach dem Pensionsantritt ist nicht nur eine Frage des Geldes. Für die meisten Österreicher stehen soziale Kontakte und das Gefühl, gebraucht zu werden, an erster Stelle — die finanzielle Notwendigkeit folgt erst an zweiter.

— Sonderauswertung AMS Spezialthema, 2025

Zum Vergleich: Die durchschnittliche Alterspension betrug 2024 2.259 Euro bei Männern und 1.412 Euro bei Frauen (Daten der Arbeiterkammer Salzburg). Eine Lücke von über 800 Euro ist einer der Gründe, warum Frauen häufiger in der Pension weiterarbeiten.

Welche Nebenjobs wählen österreichische Pensionisten? Die Nachfrage nach älteren Arbeitskräften wächst: Handel und Gastronomie suchen aktiv Teilzeitkräfte, und der Klassiker ist die geringfügige Beschäftigung im Supermarkt. Große Ketten wie Lidl stellen regelmäßig Pensionisten an der Kassa und für die Regalbefüllung ein — zu Gehältern und Bedingungen lesen Sie unseren Überblick über die Arbeit bei Lidl in Österreich.

Beliebt sind auch andere Formate:

  • Nachhilfe — Schulfächer und Sprachen; das Einkommen lässt sich leicht im Rahmen der Geringfügigkeit halten.
  • Betreuung und Pflege — für Kinder oder ältere Menschen, oft im Werkvertrag.
  • Gartenarbeit und kleine Reparaturen — saisonaler Verdienst, nicht selten informell.
  • Tourismus und Gastronomie — Hotels und Cafés in Urlaubsregionen nehmen Pensionisten gern für die Saison.
  • Fallweise Beschäftigung — bis zu drei Monate im Jahr, ohne Auswirkung auf die Invaliditätspension.

Für zugewanderte Pensionisten ist Nachhilfe in der Muttersprache oder Übersetzungsarbeit ein Weg, die eigenen Fähigkeiten ohne körperliche Belastung zu nutzen. Wichtig bleibt: die Grenzen bei Frühpensionen beachten — schon ein paar Monate Arbeit über 551,10 Euro können eine Monatsleistung kosten.

Vor- und Nachteile des Arbeitens in der Pension

Wägen wir die Argumente ab. Vorteile: unbegrenzter Zuverdienst bei regulärer Alterspension; eine höhere spätere Pension durch den Höherversicherungsbetrag; soziale Kontakte und Aktivität bleiben erhalten; bei geringfügiger Beschäftigung — keine Änderung der Krankenversicherung und keine Steuer bis 14.769 Euro Jahreseinkommen.

Nachteile: bei Frühpensionen das Risiko des Pensionsentfalls bei Überschreitung von 551,10 Euro; progressive Besteuerung bei hohem Gesamteinkommen; seit 2026 volle Sozialabgaben auf den Zuverdienst; bei der Invaliditätspension das Risiko der Neubegutachtung bei längerer Erwerbstätigkeit.

Wer eine deutsche Rente bezieht und in Österreich lebt, bekommt mit dem Zuverdienst eine weitere Ebene: Deutsche und österreichische Einkünfte werden nach unterschiedlichen Regeln besteuert. In diesem Fall lesen Sie unseren Ratgeber zur Rente aus Deutschland bei Wohnsitz in Österreich und den Beitrag zur Besteuerung der deutschen Rente.

Arbeitende Pensionisten in Österreich — Kaffeepause mit Kollegen im modernen Büro

So starten Sie den Zuverdienst: Schritt für Schritt

Damit der Zuverdienst keine bösen Überraschungen bringt, gehen Sie so vor:

  1. Pensionsart klären. Lassen Sie sich von der PVA bestätigen, welche Pension Sie beziehen: reguläre Alterspension (keine Grenzen) oder Frühpension (Grenze 551,10 Euro).
  2. Beschäftigungsform wählen. Bei Frühpensionen ist die geringfügige Beschäftigung im Rahmen der Grenze am sichersten; bei der Alterspension gibt es keine Einschränkungen.
  3. Steuern berechnen. Übersteigt Ihr Jahreseinkommen 14.769 Euro, planen Sie progressive Steuern ein; prüfen Sie die Zahlen mit dem Zuverdienstrechner der Arbeiterkammer.
  4. Arbeit melden. Als Dienstnehmer meldet Sie der Arbeitgeber automatisch bei der ÖGK; als Selbstständige melden Sie sich beim Finanzamt und bei der SVS an.
  5. Steuererklärung einreichen. Der Arbeitgeber hebt die Lohnsteuer ein, aber bei mehreren Einkommensquellen ist eine jährliche Arbeitnehmerveranlagung nötig — überzahlte Steuer können Sie etwa für Deutschkurse zurückholen (siehe unseren Ratgeber zu Steuerabsetzen).
  6. Zusatzleistungen prüfen. Bei niedrigem Gesamteinkommen besteht möglicherweise Anspruch auf Mindestsicherung — soziale Unterstützung bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze.

Ein Wort zur Selbstständigkeit: Wer auf eigene Rechnung arbeiten will (Nachhilfe, Handwerk, Beratung), muss sich bei der SVS (Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen) anmelden und für die meisten Tätigkeiten einen Gewerbeschein vorweisen. Selbstständigkeit über 551,10 Euro im Monat begründet eine Pflichtversicherung und wirkt auf Frühpensionen genauso wie eine unselbstständige Beschäftigung. Vorteil: Das Einkommen lässt sich quartalsweise planen und die Beiträge von einer Mindestbasis zahlen.

Prüfen Sie schließlich den Anspruch auf Werbungskosten: Erwerbstätige Pensionisten können Ausgaben für Aus- und Weiterbildung, Kurse und Arbeitsmaterial absetzen — überzahlte Steuer wird über die jährliche Erklärung zurückgeholt.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel darf ich 2026 zur Pension dazuverdienen? Bei der regulären Alterspension — unbegrenzt. Bei Frühpensionen (Korridorpension, Hacklerregelung, Schwerarbeitspension) — bis 551,10 Euro pro Monat, sonst kann die Pension für den Zeitraum der Beschäftigung entfallen.

Wird meine Pension durch den Zuverdienst gekürzt? Bei Erreichen des Regelpensionsalters — nein, die Pension bleibt gleich. Bei der Invaliditätspension wird sie nur gekürzt, wenn das Gesamteinkommen (Pension plus Erwerbseinkommen) 1.599,99 Euro pro Monat übersteigt.

Muss ich auf den Zuverdienst Steuern zahlen? Ja, wenn das Jahreseinkommen 14.769 Euro (2026) übersteigt. Bis dahin fällt keine Steuernachzahlung an. Zudem gilt der Pensionistenabsetzbetrag von 1.020 Euro.

Was passiert, wenn ich bei der Korridorpension mehr als 551 Euro verdiene? Die Pension entfällt für diesen Monat, aber jeder solche Monat erhöht die spätere Alterspension um 0,55%. Bei geringer jährlicher Überschreitung (bis 220,44 Euro) bleibt die Pension bestehen.

Fazit: Wie viel Sie dazuverdienen können und was zu tun ist

Der Zuverdienst zur Pension ist in Österreich 2026 ein reales Instrument, um das Einkommen zu erhöhen — wenn man mit Rechnung herangeht. Entscheidend ist, die eigene Pensionsart und die geltenden Grenzen zu kennen.

Checkliste vor der Arbeitsaufnahme:

  • Pensionsart und geltende Grenze bei der PVA bestätigen.
  • Bei Frühpensionen das Einkommen innerhalb von 551,10 Euro pro Monat halten.
  • Bei regulärer Alterspension gibt es keine Grenzen — Beiträge erhöhen die Pension.
  • Steuern ab einem Jahreseinkommen von 14.769 Euro einplanen.
  • Steuererklärung einreichen und Überzahlungen über Absetzbeträge zurückholen.
  • Bei niedrigem Einkommen Anspruch auf soziale Zusatzleistungen prüfen.

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