Gebrauchtwagen Preise Österreich: Im Schnitt 27.934 Euro — so billig wie vor vier Jahren Gebrauchtwagen Preise Österreich im September 2026 bei 27.934 Euro — wie 2022. Warum die Preise fallen, welche Segmente am stärksten nachgeben und wie Sie jetzt sparen. Topics: Nachrichten, Verkehr, Wirtschaft.
Der österreichische Gebrauchtwagenmarkt ist so käuferfreundlich wie seit Jahren nicht. Die durchschnittlichen Gebrauchtwagen Preise in Österreich liegen aktuell bei 27.934 Euro — exakt auf dem Niveau von vor vier Jahren. Wie krone.at unter Berufung auf den AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index berichtet, hat sich der Markt nach den starken Anstiegen der Corona-Jahre deutlich beruhigt. Mehr Angebot, sinkende Durchschnittspreise und große Unterschiede zwischen den Segmenten prägen das Bild. In diesem Artikel erfahren Sie, warum die Preise gefallen sind, welche Fahrzeugklassen jetzt besonders günstig sind, warum E-Autos die Ausnahme bleiben und worauf Sie beim Kauf achten sollten.
Wie hoch sind die Gebrauchtwagen Preise in Österreich aktuell?
Die Gebrauchtwagen Preise in Österreich liegen im September 2026 im Schnitt bei 27.934 Euro. Wie krone.at berichtet, entspricht das fast exakt dem Niveau von August 2022 mit 27.654 Euro. Der aktuelle Wert markiert einen klaren Rückgang gegenüber den Vormonaten: Im Juni lag der Durchschnitt noch bei 28.085 Euro, im März sogar bei 29.613 Euro. Seit Jahresbeginn bedeutet das ein Minus von 991 Euro (–3,41%) binnen sechs Monaten.
Laut AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index sparen Käuferinnen und Käufer im Jahresvergleich sogar rund 1.600 Euro (–5,4%) gegenüber Juni 2025. Hinter dem Durchschnitt steckt eine breite Entspannung über fast alle Segmente — getrieben durch ein größeres Angebot nach der Erholung der Neuwagenproduktion und eine verhaltene Nachfrage bei Verbrennern. Für Sie als Käufer heißt das: mehr Auswahl, mehr Verhandlungsspielraum und realistische Abschläge von 3–7 Prozent je nach Klasse.
Wer ein Auto besitzt oder kaufen will, sollte auch die laufenden Kosten kennen: Die Kfz-Steuer in Österreich hängt von kW und CO₂ ab und macht bei starken Motoren schnell 400–600 Euro Unterschied pro Jahr aus.

Warum die Preise wieder auf dem Niveau von 2022 liegen
Die Gebrauchtwagen Preise in Österreich sind gefallen, weil sich die Lieferketten normalisiert haben. Wie heute.at erklärt, konnten von 2020 bis 2022 wegen Corona- und Halbleiterkrise deutlich weniger Neuwagen gebaut werden. Das verknappte das Angebot auf dem Sekundärmarkt und trieb die Preise stark nach oben. Seit 2023 hat sich die Neuwagenproduktion erholt, Leasingrückläufer und Flottenfahrzeuge kamen zurück in den Handel — und bremsten die zuvor hohen Preise.
Zusätzlich dämpften hohe Kreditzinsen 2023–2024 die Nachfrage. Viele Haushalte verschoben den Fahrzeugtausch. Als die Zinsen 2025–2026 zu sinken begannen, war das Angebot bereits größer als die Nachfrage — Händler mussten mit dem Preis nachgeben. Laut Statistik Austria umfasst der Pkw-Bestand Österreichs mehr als 5,3 Mio. Fahrzeuge, die Fluktuation nimmt zu, mehr Autos kommen auf den Gebrauchtwagenmarkt.
Ein dritter Faktor ist der Antriebswechsel: Käufer warten auf günstigere E-Autos und halten sich bei Benzin/Diesel zurück. Fahrzeuge mit Verbrenner stehen länger auf den Plätzen, Händler geben Nachlässe, um die Standtage zu senken. Wer jetzt einen Führerschein macht — etwa über Führerschein in Österreich — findet gerade bei Klein- und Kompaktwagen ein ungewöhnlich großes Angebot zu stabilen Preisen.
Welche Segmente jetzt am stärksten nachgeben
Die Gebrauchtwagen Preise in Österreich sinken nicht überall gleich — Mittel- und Oberklasse geben am stärksten nach. Wie autoinfos.at auf Basis von AutoScout24 auswertet, verbilligte sich die Mittelklasse seit Jahresbeginn um 1.454 Euro (–5,60%) auf 24.490 Euro, die obere Mittelklasse um 1.143 Euro (–3,66%) auf 30.042 Euro und die Oberklasse um 3.358 Euro (–5,47%) auf 58.037 Euro.
Moderater fielen die Rückgänge in anderen Klassen aus:
- SUV und Geländewagen — minus 991 Euro (–2,86%) auf 33.685 Euro;
- Vans und Kleinbusse — minus 734 Euro (–2,77%) auf 25.791 Euro;
- Kompaktklasse — minus 303 Euro (–1,47%) auf 20.278 Euro;
- Kleinwagen — nahezu unverändert bei 14.552 Euro im Juni.
Den stärksten Einbruch verzeichneten Sportwagen mit minus 5.217 Euro (–6,54%) auf 74.555 Euro. Wie der ÖAMTC betont, bleiben Kleinwagen langfristig am günstigsten: Von März 2022 bis März 2026 stiegen sie nur um 324 Euro (+2,2%) auf 15.032 Euro, während der Gesamtmarkt um 3.537 Euro (+13,6%) von 26.076 Euro auf 29.613 Euro zulegte. Wer ein Gebrauchtwagen (gebrauchtes Auto) für den Alltag sucht, findet bei Klein- und Kompaktwagen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
Für Pendlerinnen und Pendler, die täglich zur Arbeit in Österreich fahren, lohnt der Blick auf Mittelklasse-Kombis — dort sind die Abschläge am größten und die Unterhaltskosten moderater als bei SUV.

Warum E-Autos die Ausnahme bleiben und teils teurer werden
Die Gebrauchtwagen Preise in Österreich für Elektroautos laufen gegen den Gesamttrend. Laut Top News Österreich lag die Nachfrage nach gebrauchten E-Autos im Juni 2026 um 40% über dem Niveau zu Jahresbeginn. Gleichzeitig sank das Interesse an Diesel um 20% und an Benzinern um 15%. In der Folge zogen einzelne E-Modelle im Preis an, während Verbrenner günstiger wurden.
Gründe sind niedrige Betriebskosten und die dichter werdende Ladeinfrastruktur. Nach Angaben des BMK gibt es in Österreich bereits über 20.000 öffentliche Ladepunkte (Stand 2025). Hinzu kommen lokale Vorteile wie ermäßigtes Parken und Gratis-Laden in manchen Gemeinden.
Beim Kauf eines gebrauchten E-Autos zählt vor allem der Batteriezustand (SoH). Ein Verlust von 10–15% Kapazität nach 5–7 Jahren gilt als normal, unter 80% SoH sinken Reichweite und Wiederverkaufswert stark. Fragen Sie nach Ladehistorie, Schnellladeanteil und ob das Fahrzeug im Taxi- oder Carsharing-Einsatz war. Bei Verbrennern ist jetzt dagegen Verhandlungszeit: Steht ein Auto länger als 60 Tage, sind 3–5% Nachlass realistisch, in der Sport- und Oberklasse teils mehr.
Nach den außergewöhnlichen Preisanstiegen hat sich der Gebrauchtwagenmarkt deutlich beruhigt. Die durchschnittlichen Angebotspreise liegen heute wieder beinahe dort, wo sie bereits 2022 lagen. Für Käufer bedeutet das mehr finanziellen Spielraum.
— Nikolaus Menches, Country Manager AutoScout24 Österreich, zitiert von krone.at
Was das für Käufer in Österreich konkret bedeutet
Die Gebrauchtwagen Preise in Österreich von 27.934 Euro sind ein guter Zeitpunkt für den Fahrzeugwechsel — besonders für Zugezogene und Familien außerhalb Wiens. Rund 60% der Menschen im Alltag sind auf das Auto angewiesen, Kleinwagen bleiben dabei der verlässliche Einstieg: Sie verteuerten sich seit 2022 kaum und liegen bei etwa 14.500–15.000 Euro.
So nutzen Sie die Lage:
- Anzeigen vergleichen auf AutoScout24, willhaben und beim ÖAMTC — Preisspannen von 2.000–3.000 Euro für dasselbe Modell sind keine Seltenheit.
- Zulassungsschein und Serviceheft prüfen: Anzahl Vorbesitzer, Kilometerstand, Erstzulassung, lückenlose Wartung.
- Kfz-Steuer mitrechnen: Ein starker Diesel mit viel kW und CO₂ kostet 400–600 Euro pro Jahr mehr als ein 90-kW-Benziner. Details in unserem Ratgeber Kfz-Steuer.
- Garantie beachten: Beim Händlerkauf haben Sie 12 Monate Gewährleistung für verdeckte Mängel; beim Privatkauf tragen Sie das Risiko — ein ÖAMTC-Ankaufstest für 100–150 Euro lohnt sich.
Wer über Leasing nachdenkt, sollte rechnen: Die Raten sind noch hoch, während Nachlässe auf dem Gebrauchtwagenmarkt 5–6% in sechs Monaten erreichen können — Kauf ist derzeit oft günstiger.
Checkliste: So kaufen Sie clever und sicher
Die Gebrauchtwagen Preise in Österreich sind nur die halbe Miete — entscheidend sind Zustand und Gesamtkosten. Gehen Sie so vor:
Zuerst Papiere: §57a-Gutachten (Pickerl) nicht älter als ein Jahr, VIN am Fahrzeug mit Dokumenten abgleichen, Servicehistorie anfordern. Beim Händler gilt gesetzliche Gewährleistung, beim Privatkauf nicht.
Dann Technik: Kaltstart, Elektronik, Klima, Bremsen und Reifen prüfen. Bei Diesel nach AdBlue und Partikelfilter fragen, bei Benzinern nach Zahnriemen/Kette. Auf Kopfsteinpflaster — typisch für Wien — das Fahrwerk anhören.
Danach Gesamtkosten auf 3 Jahre: Kaufpreis + Versicherung + Kfz-Steuer + Energie + Service. Laut durchblicker.at unterscheiden sich Versicherungsprämien zwischen Modellen um bis zu 40%. Oft ist ein etwas teurerer, neuerer Kompakter am Ende günstiger als ein billiger SUV mit hohem Verbrauch.
Zum Schluss verhandeln: Lange Standzeit (>60 Tage), kleine Mängel, bald fälliges Pickerl oder fehlender Winterradsatz sind gute Argumente. 3–5% Nachlass sind realistisch, in Ober- und Sportwagenklasse 6–7%.

Häufig gestellte Fragen
Soll ich jetzt kaufen oder auf weiter fallende Preise warten? Jetzt ist ein guter Zeitpunkt. Der Durchschnitt von 27.934 Euro liegt bereits auf dem Niveau von 2022, binnen sechs Monaten gab es –991 Euro. Weitere Rückgänge sind möglich, aber gute Angebote sind schnell weg.
Welche Gebrauchtwagen sind derzeit am günstigsten? Mittelklasse (24.490 Euro, –5,6% seit Jänner) und Oberklasse (58.037 Euro, –5,47%) haben die größten Abschläge. Sportwagen fielen um –6,54%. Kleinwagen blieben stabil bei 14.500–15.000 Euro und sind am günstigsten im Einstieg.
Warum werden gebrauchte E-Autos teurer, obwohl der Markt fällt? Die Nachfrage nach gebrauchten E-Autos stieg seit Jänner um 40%, bei Diesel/Benzin sank sie um 15–20%. Mehr Nachfrage treibt E-Preise — prüfen Sie Batterie (SoH) und Garantie genau.
Händler oder privat — was ist sicherer? Händler bieten 12 Monate Gewährleistung, sind aber teurer. Privat ist günstiger, aber ohne Absicherung — ein ÖAMTC-Ankaufstest für 100–150 Euro ist sehr empfehlenswert.
Fazit: So nutzen Sie das Preis-Tief
Die Gebrauchtwagen Preise in Österreich sind zurück auf 27.934 Euro — wie vor vier Jahren. Das Fenster für Käufer steht offen: mehr Auswahl, –1.400 bis –3.300 Euro in Mittel- und Oberklasse binnen sechs Monaten und 60+ Tage Standzeit als Verhandlungshebel.
- Budget inkl. Kfz-Steuer und Versicherung rechnen und 2–3 Modelle auf durchblicker.at vergleichen
- Historie und §57a prüfen, ÖAMTC-Test einplanen
- Bei >60 Tagen Inseratsdauer 3–5% Nachlass anpeilen
- Gute Angebote nicht zu lange liegen lassen — sie sind schnell verkauft
Der Markt hat sich nach der Turbulenz von 2020–2022 beruhigt. Wenn Ihr Wunschmodell dabei ist, sichern Sie sich den Preis jetzt. Abonnieren Sie unseren Newsletter — alle zwei Wochen kompakte Updates zu Wohnen, Mobilität und Alltag in Österreich.
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